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Livre

BUGERT, Ines
Qu'est-ce qu'un auteur maghrébin?


 
Lieu : Hildesheim
Éditeur : Olms
Année : 2018
ISBN : 978-3-487-15726-9
Pages : 464 p.
Type : Essai
Collection, autres éditions : ,
Notations :

Die vorliegende Studie entwirft ein vielschichtiges Modell zur Beschreibung von Autorschaft, das neben Autoren auch Verlage, Leser, Literaturwissenschaftler, Publizisten und andere Akteure des Literaturbetriebs als Instanzen der Autorkonstitution begreift. Am Beispiel nordafrikanischer und speziell mit Algerien verbundener Autoren wie Assia Djebar, Yasmina Khadra und Kebir Ammi analysiert sie das Spannungsverhältnis, in dem die Strategien der Selbst- und Fremdinszenierung stehen, die auf unterschiedlichen Pragmatiken beruhen. Khadra, Djebar und Ammi möchten als globale Autoren wahrgenommen werden und lösen sich bewusst von Klassifizierungen, die eine Lesart ihrer Werke als landeskundliche Dokumente identifizieren und den literarischen Wert ihrer Werke verkürzen. Im öffentlich-publizistischen Diskurs werden sie jedoch mit Etiketten versehen, die zwar verkaufsfördernd wirken, ihren individuellen literarischen Strategien allerdings nicht gerecht werden. Das hier entworfene Modell, das Anschluss an Untersuchungen zu anderen Autoren und Literaturen bietet, versteht Autorschaft als dynamischen Aushandlungsprozess. So reagieren die genannten Autoren in ihren autobiographisch geprägten Werken und öffentlichen Stellungnahmen immer wieder auf jenes Autorbild, das von den Instanzen des Literaturbetriebs geformt wird.

This study understands authorship as a multidimensional and complex discourse which is shaped by several agents of the literary field, namely authors as well as editors, readers, journalists and others. Using the example of Assia Djebar, Yasmina Khadra and Kebir Ammi, authors of North African origin, strategies of authorial self-fashioning are compared to strategies applied by other agents of the literary field, each of them reflecting different interests. Khadra, Djebar and Ammi present themselves as global authors, negating those classifications pinning their work to a specific cultural background and thus neglecting the literary value of their work. In public discourse, however, they find themselves confronted with all sorts of labels, promoting the sale of their works but at the same time not being able to describe their individual literary strategies. The model presented in this study defines authorship as a dynamic discourse constantly defined and redefined by the author in reaction to those authorial images that are created by other agents of the literary field.
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Erscheint vsl. Februar 2019

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